| Kunstradfahren hat in Hombrechtikon Tradition.
Schon anfangs der 70er Jahre gab es erfolgreiche Sportlerinnen
und Sportler und 1985 holte der Verein sämtliche Mannschaftstitel
in die oberste rechte Zürichseegemeinde.
Und heute?
Der Hallenradsport ist in der rund 7'800 Einwohner zählenden
Gemeinde beliebt geblieben. Der ATB Kunstradfahrer Hombrechtikon,
insbesondere der 4er der Damen, glänzt seit einiger Zeit
mit hervorragenden Leistungen und so sind die Erfolge mittlerweile
auch auf der internationalen Bühne zu verzeichnen.

Erneut eine Bronzemedaille für den
4er Damen aus Hombrechtikon.
Das Quartett aus Hombrechtikon gewann an der Hallenradsport-WM
2006 in Chemnitz erneut die Bronzemedaille und schaffte damit,
wie im Vorjahr in Freiburg, erneut die Platzierung auf dem
Treppchen mit der Nummer 3.
Was sich bereits in Freiburg andeutet hatte fand nun in Chemnitz
seine Bestätigung: Die vier jungen Frauen vom 1919 gegründeten
Verein Kunstradfahren Hombrechtikon sind Weltklasse in ihrer
Kategorie!
Doris Roth (1971), Daniela Keller (1973), Angela Bolliger
(1981) und Corinna Paul (1981) sind zu einem sicheren Wert
für die Schweizerfarben geworden. Souverän fuhren
sie ihr schwieriges Programm auf dem etwas unruhigen Chemnitzer
Boden aus und mussten sich nur gerade von Deutschland und
Tschechien geschlagen geben. Mit der eingereichten Punktzahl
von 362.00 lagen sie beim Start knapp vor Österreich
an dritter Stelle und verteidigten diesen Rang mit den ausgefahrenen
342.77 Punkten bis zum Schluss ihrer Vorführung. Bravo!

Daniela Keller, die Trainerin und kreativer Kopf des Teams,
kann auf eine erfolgreiche Karriere im Einer der Frauen zurückblicken.
Mit Doris Roth steht ihr eine ebenfalls routinierte Fahrerin
eng zur Seite und die beiden jüngeren Frauen, Angela
Bolliger und Corinna Paul, sind bereits in ihrer Juniorinnenzeit
immer in den vordersten Rängen platziert gewesen. Der
4er ergänzt sich jedoch nicht nur altersmässig,
sondern auch sportlich ideal.
Das 4er Mannschaftsfahren zeichnet sich durch seine Vielfalt
von Übungen und Formationsmöglichkeiten aus, sei
es durch die Bildung eines Rings, einer Mühle oder Stirnreihe.
Und praktisch alle Übungen können auch rückwärts
gefahren werden, ob als Niederrad (auf zwei Rädern) oder
als Steiger (auf dem Hinterrad). Ein Programm umfasst 25 Übungen
und wird in 6 Minuten vorgeführt.
In Chemnitz wurde durchwegs streng bewertet. Das Kampfgericht
zog seine Linie bis zum Schluss durch und „verschenkte“
kaum „Bonus-Punkte“ an die heimische Mannschaft.
Das wirkte auf die Hombrechtikerinnen motivierend, und sie
kämpften um jeden Punkt. Verdientermassen eroberten sie
sich mit einer feinen Leistung die Bronzemedaille.
WM 2007 Winterthur – das Ziel aller
4er-Teams
„Es macht Spass beim Mannschaftskader mitzuwirken und
Erfolge zu feiern“, meinte Jeanette Schneider, die Assistenztrainerin
Mannschaften nach dem WM-Erfolg. Die sympathische, stets fröhliche
Ostschweizerin trainiert an ihren Kadertagen natürlich
alle 4er der Frauen. Nebst den Hombrechtikerinnen sind das
die Luzernerinnen und die Uzwilerinnen. Das nächstes
grosses Ziel für dieses Jahr ist denn auch schon klar
formuliert und heisst: Die beste Mannschaft fährt zur
WM nach Winterthur und gewinnt dort erneut Edelmetall für
die Schweiz - je höher das Treppchen, umso besser!

Doch vorerst wartet noch viel Arbeit auf die 4er-Teams und
ihrer Trainerinnen und Trainer. Es gilt die Übungsteile
zu perfektionieren und weiter an Sicherheit im Auftritt zu
gewinnen. Dazu wird im Nationalkader und im jeweiligen Verein
hart gearbeitet und noch manch ein Tröpfchen Schweiss
fliessen. „Wir freuen wir uns sehr auf die WM 07 in
Winterthur, so oder so“, sagte Jeanette Schneider und
lächelte dabei hoffnungsvoll.
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